Zielsetzung - Haltung

Unser Dorf ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Es gilt nun, dieses Wachstum zu stabilisieren und die notwendigen Strukturen zu schaffen, damit unsere Dorfgemeinschaft weiterhin blühen und gedeihen kann.

Dorfleben
Glattfelden wird sich nie zu einem Dorf mit ausgedehnten Gewerbe- oder Industrie-Zonen entwickeln. Die einzig verfügbare Gewerbezone Nidermatt soll zu einem Gemeindezentrum mit Läden, Gewerbe, und weiteren Nutzern ausgebaut werden. Neuzuzüger schätzen die ruhige, dörfliche Lage zwischen zwei bewaldeten Hügeln, die zum Auftanken einladen sowie die schönen Glattuferwege. Der dörflichen Gemeinschaft ist Sorge zu tragen, das heisst, die ansässigen Dorfvereine - ob Kultur oder Sport - sind zu fördern und unterstützen. Ebenfalls soll das schöne Dorfzentrum mit den ausgeprägten Riegelhäusern geschützt und erhalten bleiben.

Jugend
Die von mir initiierte Jugendarbeit entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Der Jugendtreff "Schmitte" und das Jugendhaus "im Huser" sind dabei zwei unverzichtbare Leuchttürme. Viele Gemeinden bringen die Jugendlichen in baufälligen Baracken unter - dies im Gegensatz zu unserer modernen, neuen Infrastruktur, die von den Jugendlichen ausserordentlich geschätzt wird.  Damit setzen wir ein Zeichen, dass wir diese Bevölkerungsgruppe sehr ernst nehmen und ihr Raum mitten im Dorf geben. Es zeigt sich, dass wenn der Jugend mit Respekt und mit klar gesetzten Regeln begegnet wird, sich diese (fast) problemlos in unsere Dorfgemeinschaft einfügen.

Finanzen
Seit rund 30 Jahren (Gemeinderat und RPK) kümmere ich mich um unseren Finanzhaushalt. In all den Jahren ist es oft nur mit grossen Anstrengungen und dank der Einsicht sämtlicher beteiligten Behörden gelungen, die finanziellen Klippen zu umschiffen. Leider sind die Investitionen in den letzten 4 Jahren so stark angewachsen, dass per 2018 eine Steuerfusserhöhung unausweichlich wurde und die Liquidität - nicht aber das Eigenkapital - ein grösseres Problem darstellt. 

Einheitsgemeinde
Die Integration der Schule in die Gemeinde ist erstaunlich problemlos verlaufen. Dabei hat natürliich geholfen, dass die Schule weiterhein autonom handeln kann. In den Bereichen Liegenschaften, Versicherungen und weiteren administrativen Angelegenheiten, aber auch im Bereich der Vorschulbetreuung wird eng zusammen gearbeitet. Der Schulpräsident ist ein vollwertiger Gemeinderat und achtet bei sämtlichen Geschäften natürlich speziell auf "Schul-Verträglichkeit". 

Soziales, Gesundheit und Alter
Der von mir eingeschlagene Weg im Sozialbereich mit klarem Entgegentreten bei Missbräuchen und wohlwollender Unterstützung der Bedürftigen ist leider in den letzten Jahren etwas vernachlässigt worden. Personelle Massnahmen sollen jetzt aber wieder zu einem "Anziehen der Schraube" führen. Die immer noch oft vorhandene unverschämte Anspruchsmentalität ohne Gegenleistung ist verstärkt zu bekämpfen.

Der Gesundheitsbereich wird auch in den kommenden Jahren je länger je mehr zu einer finanziellen Herausforderung. Die Kosten von Spitex, Spitälern, Alters- und Pflegeheimen werden weiterhin steigen. Der medizinischen Versorgung von Glattfelden ist grosse Beachtung zu schenken. Es müssen von der Gemeinde Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sich Hausärzte und weitere medizinische Angebote in Glattfelden niederlassen.

Unser Alters- und Pflegeheim Eichhölzli bildet das wichtigste Standbein für die älteste Bevölkerungsschicht. Es zeigt sich, dass das "Eichhölzli" immer mehr zum Pflegeheim mutiert. Die Pflegeabteilung ist bereits heute ein eigentlicher Spitalbetrieb. Das Alterskonzept sieht vor, dass die Senioren so lange wie möglich zu Hause bleiben und erst bei grösserer Pflegebedürftigkeit ins teure Alters-, beziehungsweise Pflege-Heim wechseln. Damit dies möglich ist, sind Angebote wie "Wohnen Plus" oder "Wohnen im Alter" oder "altersgerechte Wohnungen" durch die Gemeinde zu fördern.

Führung/Team
In einem Gemeinderat gibt es zwangsläufig mehrere Alpha-Tiere. Eine offene, ehrliche Haltung aller Beteiligten ist unabdingbar. An das Führungsverhalten des Präsidenten werden daher grosse Anforderungen gestellt. In der letzten Legislatur haben wir Klausurtagungen durchgeführt und die Zielsetzungen sowie die Zusammenarbeit thematisiert. Dies wird auch in der neuen Periode notwendig sein. Selbstverständlich werde ich weiterhin die Arbeitsergebnisse meiner Koleginnen und Kollegen überwachen und wo nötig einschreiten, denn schlussendlich muss ja ich die Gesamtverwantwortung übernehmen und wenn etwas schief läuft, dann auch den Kopf hinhalten und Korrekturen vornehmen. Ich freue mich darauf, die Gemeinde nach Innen und nach Aussen zu repräsentieren und deren Interessen zu vertreten.

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